Samstag, 29. märz 2008

von Oliver A. Trunk
Einer der wunderbarsten, schönsten und bekanntesten Vögel unserer Heimat, der Weißstorch (Ciconia Ciconia), hat es wirklich nicht einfach. Noch immer gehört er zu den bedrohten Vogelarten und nur selten bekommt man bei uns in Osthessen einen Storch zu sehen. Gab es um 1930 noch über 9000 Störche in Deutschland, ging ihr Bestand bis in die 50er Jahre rapide zurück und liegt seither zwischen 4000 und 5000 Tieren. Durch unüberlegte Maßnahmen in der Landwirtschaft, Trockenlegung vieler Feucht- und Überschwemmungsgebiete und die übermäßige Verwendung von Pestiziden und Düngemitteln wurde dem Storch mehr und mehr die Nahrungsbeschaffung erschwert und in manchen Gebieten ganz unmöglich gemacht. Mittlerweile ist man sich der Verantwortung gegenüber der Natur und damit auch dem Weißstorch bewußt geworden und versucht gemachte Fehler wieder zu beheben. Hierbei spielt der NABU (Naturschutzbund – Deutschland) eine Vorreiterrolle und hilft dem Storch durch unterschiedliche Projekte. Auch der Privatmensch kann sich nützlich machen und dem Vogel helfen sich in Deutschland wieder heimisch zu fühlen. In Steinau a.d.S. gibt es seit vielen Jahren schon wieder brütende Störche. Nun haben es sich drei Männer, Erich Koch, Oliver A. Trunk und Berthold Hochstadt, zur Aufgabe gemacht und wollen den Storch auch weiter nach Osthessen locken. Mit einer errichteten Nisthilfe auf dem Dach einer Scheune, in der Nähe des Landhotels Hessenmühle in Kleinlüder, soll der Storch angelockt werden. Die vielen Feuchtgebiete im Lüdertal und in der Region rund um Fulda und Lauterbach, bieten  alles, was er zum Leben benötigt.

Ist der erste Storch eingezogen, soll das Geschehen am Nest mit Hilfe einer Webcam beobachtet werden können, so Erich Koch von der Hessenmühle. Man darf gespannt sein ob die Konstruktion (nach Vorgaben des NABU) den Störchen gerecht wird und man ihn im Sommer endlich wieder auf den Wiesen und Feldern auch in Osthessen bei der Futtersuche beobachten kann.

von Oliver A. Trunk
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Freitag, 28. märz 2008

von Oliver A. Trunk (veröffentlicht in FZ und Osthessennews.de)

Welches Mädchen träumt nicht davon einmal ein Kleid zu tragen wie Sissi es getragen hat. Einmal auf einem Ball zu tanzen, wie man ihn in der Serie Fackeln im Sturm, oder im Filmklassiker Vom Winde verweht bewundern kann. Bunte, aufwendig wallende Kleider, stolze Herren im Frack, Gehrock und Kilt. Wirkliche Gentleman, die sich galant um ihre Damen kümmern und natürlich schwungvolle, historische Tänze tanzen. Dies alles konnte man am vergangenen Samstag im großen Saal des Landgasthauses Imhof in Rommerz bei Neuhof bestaunen. Die historische Tanzgruppe Oldstylers aus Petersberg veranstaltete dort ihren ersten historischen Frühlingsball. Eine Tanzveranstaltung auf welcher die Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges, also etwa 1860 bis 1865 dargestellt und gelebt wird. Um den Abend so authentisch wie nur möglich zu gestalten, konnten nur entsprechend gekleidete Besucher, nach vorheriger Anmeldung, am Ball teilnehmen. Aus dem gesamten Bundesgebiet waren etwa 60 Tänzerinnen und Tänzer  angereist um diesen herrlichen Abend erleben zu können. Aus Berlin, Dortmund und Gelsenkirchen, - aus München, Ingolstadt und Dresden. Der Einlauf und die gleichzeitige Vorstellung der einzelnen Paare durch den Chief of Ordonance Oliver A. Trunk, der gleichzeitig mit Herrn Matthias Hohmann das Organisationsteam leitete, bildete den Beginn des Balles. Eine kurze Ansprache des Gastgebers, dem Vorsitzenden der Interessensgemeinschaft Oldstylers, Herrn Rudolf Leuze, gab das Signal zum Beginn des Balles. Im zeitgemäß dekorierten Saal wurde nun das Dinner, -  das Buffet eröffnet. Nach einer kurzen Verschnaufpause begann dann das Tanzvergnügen. Insgesamt wurden 15 verschiedene Tänze erarbeitet. Bei dieser Art einer Tanzveranstaltung kann auch der Neuling sofort einsteigen. Der Prompter, der Tanzmeister, erklärt vor jedem Tanz, ohne Musik – später mir Musik, die einzelnen Schritte und Formationen. Die Oldstylers und ihre Gäste konnten für den Frühlingsball den bekannten Prompter Michael Gätcke gewinnen, der seine Aufgabe hervorragend meisterte. Die Damen und Herren, die Offiziere, Nord und Süd, Plantagenbesitzer, Industrielle, Senatoren und Abgeordnete verbrachten so einen vergnüglichen Abend bei Kerzenschein und guter Musik. Ein besonderes Bonbon für die Gäste war die Möglichkeit sich von Natalija Depperschmidt in einem extra hinter dem Bühnenvorhang aufgebauten historischem Fotoatelier ablichten zu lassen. Gegen 1 Uhr wurde dann der letzte Tanz, der sogenannte Closer getanzt und so der ofizielle Teil beendet. Letztendlich ging etwa um 4 Uhr das Licht im Saal aus.

Die Tanzgruppe Oldstylers – Petersberg  hat es sich zur Aufgabe gemacht die historischen Tänze jener Zeit zu pflegen und zu erhalten. In ihren historisch korrekten Kleidern treffen sich die etwa 20 Interessierten einmal im Monat im Turmzimmer des Propsteihauses in Petersberg um unter der Anleitung eines  Tanzmeisters neue Tänze zu erlernen und bereits gekonnte zu verfeinern. Der Tanzstiel jener Zeit ist der Vorläufer des Squaredance, welcher ebenfalls im Raum Fulda viele Anhänger hat. Die unterschiedlichen Tänze der Einwanderer, etwa aus Deutschland, England und Schottland, Irland und Frankreich brachten damals ihre Heimattänze mit in die Neue Welt. Diese vermischten sich im Laufe der Zeit und so entstanden die typischen Formationstänze wie man sie auf diesen Bällen noch immer tanzen kann. Quadrillie, Contra und Mixer genauso natürlich der Walzer.

Bundesweit gibt es Gruppen und Vereine die sich diesem interessanten Hobby verschrieben haben und ab und an einen solchen historischen Ball veranstalten. Auch im nächsten Jahr im März , der genaue Termin steht noch nicht fest, wird es wieder einen Frühlingsball im Saal Imhof geben. Interessierte wenden sich an die Gruppe Oldstylers unter: www.oldstyler.beepworld.de oder an den Leiter Herrn Rudolf Leuze.

von Oliver A. Trunk
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Donnerstag, 27. märz 2008

Der Roman "Alte Bekannte" erzählt die unheimliche, grausame Geschichte des Mordes an Propst Aemilian von Riedheim im Jahre 1699 in dem kleinen Ort Blankenau bei Fulda. Alle im Roman vokommenden Orte und Schauplätze sind auch heute, nach so langer Zeit besuchbar. Beispielsweise steht die alte Kirche noch in Blankenau, neben dem Altar ist ein Relief der Mordszene angebracht. Im Heimatmuseum liegt die original Mordwaffe hinter Glas und kann bis heute besichtigt werden. Die Hessenmühle lädt zum Verweilen ein und das Gasthaus "Davids" in Kleinlüder wartet auf die Gäste. In naher Zukunft kann man diese Schauplätze im bequemen Sitz einer Kutsche abfahren und die Schauplätze der Geschichte erleben. Auf den Spuren der Mörder.Abfahrt wird voraussichtlich am Landgasthof Hessenmühle sein. Von hier geht die Tour durch das Tal der Kalten Lüder nach Kleinlüder um im "Davids" eine kleine, flüssige Stärkung einzunehmen. Nun weiter durch die Täler hin nach Blankenau. Ein Besuch in der Kirche (Relief) und natürlich der Besuch im Heimatmuseum (Messer) sind hier Pflicht. Jetzt nach Hainzell in die Stegmühle und ihrem Mühlenladen. Zurück, nach etwa 2,5 Std. Fahrt, wartet ein Kaffee und ein Stückchen Kuchen auf den Kutschfahrer. Weitere Informationen unter: o-trunk@web.de

von Oliver A. Trunk
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Dienstag, 25. märz 2008

Hengstschau in Niedermoos

Am vergangenen Sonntag, den 16. März 2008, konnte der interessierte Besucher im Reitzentrum Niedermoos / Osthessen, eine Präsentation erleben, die man selten in Deutschland zu sehen bekommt. Eine Hengstschau westerngerittener Hengste. Eine gut besuchte, bunt geschmückte Halle bildete den Rahmen für diese deutschlandweit einmalige Veranstaltung. 12 Hengste der unterschiedlichsten Rassen wurden vorgestellt. Darunter die typischen Westernrassen wie Quarter horse, Pinto und Paint horse und Appalousa. Aber auch ein schwarzer Araberhengst wurde gezeigt und ein Vertreter der größten Pferderasse der Welt, ein junges Shirehorse mit einem Stockmaß von 1,54m. Dieses Pferd wird einmal 1,85m groß werden und somit alle anderen überragen.
Im ersten Teil der Schau wurden die Hengste einzeln in die Halle geführt und vorgestellt. Im Anschluss daran konnte sich das Tier frei präsentieren. Eine kurze Pause unterbrach die Veranstaltung und gestärkt konnte das große Puplikum sich dem zweiten Teil, der Präsentation der Hengste unter dem Sattel widmen. Hier erkannte man nun die typische Westernreitweise. Im entsprechenden Outfit zeigten die Tiere und ihre Reiter ihr Können. Man konnte typische Übungen wie Spinning und Slyding Stop bewundern. Den Abschluss an diesen Teil bildete ein kurzer Showblock, in welchem die typische Arbeit der Cowboys vorgestellt wurde. Die Arbeit mit Rindern. Damit ging eine ungewöhnliche, aber tolle Veranstaltung zu ende, welche im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederholt werden wird.
von Oliver A. Trunk
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Mittwoch, 12. märz 2008
"Alte Bekannte" - erschienen im November 2007 - 188 Seiten - 16.80 €   ISBN 9783837006414
"Gretes Kreuz"  -  erschienen im Februar 2008   -  156 Seiten - 13.80 €    ISBN 9783837018561

Im ersten Buch "Alte Bekannte" geht es um die abenteuerliche Suche eines amerikanischen Ehepaares nach den Wurzeln ihrer Familien. In einem kleinen Ort erfahren sie viel über die Vergangenheit und tauchen ein in eine Geschichte die sich im Jahre 1699 zugetragen hat. Der grausame Mord an einem Geistlichen. Die Kapitel im Buch wechseln von Gegenwart zu Vergangenheit. Am Schluss finden die Zeiten zueinander und bringen eine unglaubliche Lösung ans Licht.










"Gretes Kreuz"
handelt von der Entstehung eines Bildstockes, der noch heute inmitten eines Waldes steht. Nicht nur der grausige Grund für sein Aufstellen ängstigt noch immer die Bewohner der Gegend, auch Geschichten die sich immer wieder dort im Wald zutragen, lassen den kalten Schauer nicht so schnell verschwinden. "Geh nie zu Gretes Kreuz wenn es dunkel ist. Sonst holt sie dich, die Grete!", kann man auch heute noch immer wieder von den Alten hören.
von Oliver A. Trunk
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